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[Hefte 23-30] 26. Heft: Verein der Habenichtse für sittliche Bildung der höhern Stände

Full text: [Hefte 23-30]

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Schwestern und aus den Thr�nen des Mitleids und
der versto�enen Arbeit. Die Himmelwelt ist bis an
ihre �u�ersten Ecken innig verbunden: nicht nur durch
Luft und Meer, durch Chausseen und Eisenbahnen
und elektromagnetische Telegraphen: der Geist, die
Idee, Gott ist �berall, �berall zur selben Minute,
da, wo noch ein Herz f�r Freiheit und Liebe schl�gt,
da, wo der stolze Muth Menschenrechte vertheidigt,
da, wo der Schmetterling um die Rose buhlt, da,
wo fein Sonnenstrahl und kein Lied der Nachtigall
das Eis schmelzen kann, in den H�hen und Tiefen,
in den Werkst�tten und Gef�ngnissen! Der Geist ist
der K�nig der Welt, aber ein K�nig, der imPur-
pur der Morgen- und Abendr�the strahlt, mit der
Lerche jubelt und dem Ungl�cklichen den Ku� des
Trostes auf die Stirn dr�ckt.
Aber die Welt ist nur so alt wie wir, denn fr�-
her geh�rte sie nicht unS; sie war in Lohn gegangen
und darum verachten wir sie. Unsere Welt beginnt
mit dem Schlag: Menschenliebe! Die Bildung war
einen falschen Weg gelaufen: �ber die vielen Gesetze
und Verwahrungen f�r den Staat hatte sie den
Menschen vergessen. Der Mensch ist in der Gesell-
schaft untergegangen, er ist zum Sklaven der Gesell-
schaft herabgesunken. Nun will er sich wieder her-
ausarbeiten und zu seinem g�ttlichen Rechte gelangen:
das ist die europ�ische und deutsche Geschichte der
letzten Vergangenheit und Gegenwart. Was auch
        
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