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[Hefte 23-30] 25. Heft: Eine Werkstatt

Full text: [Hefte 23-30]

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Karl V., ein Kaiser, der noch was darauf jab, was
das Volk �ber seine Rejierung dachte, jing einst in-
cognito inBr�ssel umher und kam am Heiljen Cris-
pintage, weil er sich einen Stiefel zerri�en hatte, in
die Kneipe der Schuhflicker. �Oho!" antworteten
sie ihm, �heute wird nich jearbeit't! Io nich! Aber
wollt Ihr mit uns saufen, so seid Ihr willkom-
men!" Das that denn der Kaiser auch, jab sich zu
erkennen un verlieh den Schustern ein Wappenschild:
einen Stiefel mit einer Kaiserkrone drunter.
So ehrte ein Kaiser im 16ten Jahrhunderte die Ie-
werke! (h�hnisch lachend) Un wie sieht's heute
aus, wo wir um drei Jahrhunderte kl�ger
un besser sein sollten!! (Er wirft sein K�ppchm
auf die Erde.) Schandlich! Sch�ndlich! Aber is denn
das nich ein historischer Adel, den die Schuster be-
sitzen? Ein Wappenschild mit einen Stiefel und
einer Kaiserkrone drunter, von einen deutschen Kaiser
verliehen
�
is des nich en Adelsdiplom so jut wie
irjend en andres? (auf den Tisch schlagend) Ja, bei
meiner armen Seele: wir sind adlig, wir
Schuster!
!(fortarbcitend). Hurrah!�pekler )
Fritze (springt auf und tanzt). Hurrah!
Meister. Fritze, de� ich Dir nich zum Ritter
schlage!
        
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