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[Hefte 23-30] 25. Heft: Eine Werkstatt

Full text: [Hefte 23-30]

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Scheerenthal (sehr ernst ihm zunickend). Ja,
Heller hat Recht; et is so.
Kruse. Wir werden Dir det doch nich sagen,
Bratscheck, wenn et nich so w�re. Wir sind so recht-
schaffene Iem�ther: laute drei Mal M�hte Ehrlich-
keit. Wat sagste dazu, det sich mir neulich 'ne me-
disirte F�rschtin von 17 Jahren, wundersch�n, un
mit en Verm�gen von 7 Millionen hat antragen
lassen? Wat?
Bratsch eck. Alle Sakramenhki! Und hast sie
nit g'heirath't?
Kruse. Ick habe ihr ausjeschlngen. Erschtens
darum, weil ick mir sollte in den Freiherrnstand
bringen lassen, wat ick wejen mein Iewerk nich
dhun wollte, un zweetens, weil ick meinen alten
Iejenstand, die D�rthe, die bei'n probirten Zahnarzt
Pundsdag dient, mein Wort jejeben habe un weil
blos Schurken ihr Wort nich halten. Aber ick sage
Dir, wie mir die medisirte F�rschtin jeliebt hat; ick
sage Dir: doller kann keen F�rscht seine Unterthanen
lieben! DeS war 'ne Liebe! Da is Deine ihre jar
nischt jejen! Seh' mal: heute, wie sie mir noch
hoffnungsvoll liebte, war se frisch un jesund un et
fehlte ihr jar nischt. Nu kriegt se meine ab-
schl�jige Antwort, wo ich ihr ihr Herz refusire:
bumms, war se alle! Ick sage Dir, Bratscheck,
Dein Schatten, wenn De uf de Stra�e jehst, des
        
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