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[Hefte 23-30] 25. Heft: Eine Werkstatt

Full text: [Hefte 23-30]

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Ja woll,Hanswurscht! Wer is mehr als en Schu-
ster? Hans Sachs war en Schuster, un war dabei
en Dichter, von den man noch heutzudage spricht,
wahrend um ihn rum fojenannte Iro�e un Vorneh-
me jelebt haben, die so dodt un so verje�cn sind, de�
fe eijentlich jar nich hatten leben brauchen! Ne,
Schuster, bleib' nich bei Deinem Leisten! Wenn Du
jearbeit't un Deine Pflicht als Familienvater erf�llt
hast, denn denke an Deine Pflichten als Mensch un
B�rjer! Bek�mmere Dir um Deine Stadt, um
Deinen Staat, um die janze Menschheit, denn Dei-
nentwejen is die Erde von Iott eben so jut erschaffen
worden, wie um den Hoftath Sounso mit den rothen
Adlerorden! Haste die neuen Stiebeln fertig jewichst,
Fritze?
Fritze (sie ihm �berreichend). Ja, die Sonne
spiejelt sich in ihren Ilanze.
Meister (stellt die Stiefel auf seinen Tisch). Da
stehen se! Mu� sich nu der Staat nich freuen, de�
so 'n Paar pr�chtige Stiebeln aus meine Werkstclle
hervorjejangen sind? Warum jibt er mir keenen
Orden? Was? Objleich ich die Orden (Die
Uhr schl�gt Zw�lf.) Was, schon der Vormittag vor-
�ber?
Frihe (imTone des Nachtwschters). Zw�lf schl�gt
die Glo�'!
Meister. Halt 's Maul!
        
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