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[Hefte 23-30] 25. Heft: Eine Werkstatt

Full text: [Hefte 23-30]

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Meister. Allens Zeug? (Er gibt dem Kinde das
zweite Butterbrod, das Fritz gebracht hat.) Des nennt
sie Zeug, was sie anhat, o Gott, o Gott! Warte
mal, mein W�rmeken! Dir kann det jleich sind, ob
De als Junge oder als M�chen uf de Stra�e rum-
loofst. Machens Hab' ich nich so jro�e, aber die
Iungens haben noch en �berfi��gen Anzug. Fritze,
hole mal die alten Hosen von Heinrichen un den
alten Rock von Wilhelmen! Rasch! Meine Frau
soll' se Dir jeden; ich h�tt's befohlen! (steht mit
zornigem Gesicht auf) Det is zu doll! (wieder mild
zum Kinde) Un nu sage mir, W�rmeken, jnau, wo
Du wohnst; die Sache mu� untersucht werden! (Er
notirt sich die Wohnung des Kindes.) So ! (zornig)
Solche Armuth, solch Elend darf nich existiren!
Daran sind Wir schuld! Wir sind die Verbrecher!
Iott la�t jenug wachsen, aber Wir nehmen uns zu
viel! Beten, ja beten k�nnen se vor de Ungl�ckli-
chen, aber ..... Himmeldausendzapperment, des halt'
ich nich aus! Des
Meisterin (mit den Kleidern). Na, wat is den
nu los? Wir k�nnen noch nich mal den Schneider
bezahlen, un nu willste... (sie erblicktdas Kind) Ach,
du lieber Iott! Ach, du meine Barmherzigkeit, in
so 'ne K�lte! Biste satt, mein Engelken, oder willste
noch 'ne Stulle haben?
XXV.Heft. z
        
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