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[Hefte 23-30] 25. Heft: Eine Werkstatt

Full text: [Hefte 23-30]

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Ield un Iut, sang. Und das war erst recht die
Lerche, als nu die S�ngerin aus de K�che kam: ein
blitzblankes Mamsellchen von 16 Jahren mit schwar-
zen muthwillijen Augen, un en Paar Borschdorfer
uf de Backen, de� man jleich zubei�en mochte. Wir
wurden uns nachher recht jut, un haben oft zusam-
men uf de Bank vor de Dh�re jesessen, wenn die
Sterne uns zublinkten, un hatten uns Beide jar
nischt zu sagen, sondern blos de Hand zu dr�cken.
Ich h�tte das M�dchen auch wohl jeheirathet, aber
ich war noch zu jung, un Dischler Kottel, den ich
da kennen lernte, wollte im n�chsten Fr�hjahr auf
die Wanderschaft, un da zog ich mit ihm, un so
haben wir uns denn noch en paar MalLiebesbriefe
aus jedruckte B�cher abjeschrieben, un uns denn ver-jessen.
Bratscheck (zu den Gesellen). Erz�llt er sehrr
sch�n�, Herr Master unsriger.
Meister. Was is 'n Des? (Er nimmt sein Ta-
schentuch.) Ich jloobe jar, mir is 'ne Thrine in's
Ooge jekommen. Ja, ja, meine Jugend is dodt,
un nu wird der Meester Schmidt wehm�thig, wenn
er an seine Wanberjahre denkt. Singen wir en
lustijes Lieb, Iesellen! Das Heidideldei von der
h�bschen Bauerftau und dem schmucken Reiter.
Heller, Sie haben die beste Stimme von uns; fan-
gen Sie an; wir fallen ein.
        
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