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[Hefte 23-30] 25. Heft: Eine Werkstatt

Full text: [Hefte 23-30]

9Spr�che? (Erbl�ttert imBuche.) Aha, hier.' Wo is
denn wieder die Kreide jeblieben? (ruft zur Stuben-
th�r hinaus) Fritze, wo is de Kreide jeblieben?
Fritze (kommt mit dem Kinde auf dem Arm herein
und �berreicht ein St�ck Kreide). Hierisse; die Frau
Meestern hatte se jebraucht. (indem er wieder geht, das
Kind wiegend) B�sche, b�sche, beyken, koch' det Kind
en Breiken, (ab.)
Meister (lachend). En verdammter Bengel! Ich
mu� 'n wahrhaftig mal wieder uf Acht Dage unter
istreichsche Pre�freiheit setzen. Iutwilligkann er sein
Maul nich halten. (Er wischt mit der Hand den oben-
benannten Spruch aus und schreibt einen andern auf.)
So! (laut lesend) �Stehend Wasser wird stin-
kend." Ein sehr jeistreicher Spruch! Des hee�t:
wo keen Fortschritt is, da verfault Allens, Leben un
Il�ck. (Er macht das Fenster auf und sieht hinaus.)
Herrjees, wat stinkt det uf de Stra�e! (schlie�t das
Fenster wieder.) Un dabei scheint Iottes Sonne so
sch�n! Solch en Dag un um diese Zeit war's, wie
ich vor Siebzehn Jahren uf de Wanderschaft nach
Erfurt von 'n Rhein runter kam, wo ich meinen
Hausfreund, den Dischler Kottel kennen lernte, mit
den ich noch jetzt een Herz un eene Seele bin. Es
war am 30sten M�rz, ich wee� es noch wie heute.
Der Winter hatte ooch so schnell Adje jesagt, un sich
in seinen wei�en Mantel zur�ckjezogen. Die Frische
        
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