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[Hefte 15-22] 17. Heft: Sylvesterfeier der Bürger-Gesellschaft "Vorwärts"

Full text: [Hefte 15-22]

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f�r sein Weib und seine Familie entziehen d�rfte.
Das aber ist T�uschung. Wir f�hlen die Wahrheit
der tr�stlichen Worte, da� das Weib dem Manne je
bedeutsamer werde, je mehr die Zeit sein ernstes
Wirken in Anspruch nimmt. Und darum m�chten
wir auch nicht vers�umen, den Mannern gegen�ber
auszusprechen, nicht nur, da� wir mit ihrem Streben
nach allgemeiner Freiheit und Menschenliebe einver-
standen find, sondern da� wir sie daf�r mit unserer
innigsten Liebe begeistern, und sie nimmer durch
kleinliche R�cksichten entnerven wollen, wo es einem
so hohen Ziele gilt. Denn
� das haben uns die
Dichter gesagt und wir erkennen und f�hlen es �
mit der Freiheit w�chst die Tugend im Volke, und
mit der Tugend die W�rde des Weibes. Vielleicht
zuckt man au�erhalb dieser Gesellschaft dar�ber die
Achsel, da� eine B�rgersfrau so spricht. Aber macht
Oeburt und Rang die edle Frau, oder Bildung und
ein warmes, tugendhaftes Herz? Wenn die M�nner
den Geist der Menschheit repr�sentiren, so sind wir
das Herz derselben, und das Herz darf auch sprechen.
Ich sch�me mich also nicht, �ffentlich den M�nnern
ein Lebehoch auszubringen. Aber den M�nnern!
Nicht den in SauS und Braus dahinlebenden W�st-
lingen, nicht den geputzten, galanten Lassen, nicht
den philisterhaften und pedantischen deutschen Micheln,
nicht den frommen Heuchlern, nicht den Kriechern,
fondern den geistesmuthigen, kr�ftigen, stolzen
        
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