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[Hefte 15-22] 15. Heft: Ein Sonntag in Tempelhof

Full text: [Hefte 15-22]

7Ja, ich liebe Fr�ulein Feseler, und sie hat auch eine
Neigung zu mir.
Rimpel (aufgeregt, h�hnisch). So? Ja, 'ne Nei-
gung mag sie zu Ihnen haben, aber sie wird sich wie-
der aufrichten, sobald sie mich sieht, den feinen, wissen-
schaftlichen Kolporteur und Pr�numeranten- Verfasser,
den die Residenz kennt. Bilden Sie sich nicht ein,junger Per�ckenschuster, da� Sie Gl�ck machen k�nnten,
wo ein Nimpcl Ihr Nebenbuhler ist: das w�re Philo-
sophie, Irrthum, starker Irrthum! Li-rsl-e esl. zwar
liumanuM) aber wenn man sich zu sehr irrt, ist man
doch en Schafstopp. Friseur: meine Bildung! und
Ihre grenzenlose Literaturlosigkeit! Sie
�
und 5e!
Friseur: Sie machen sich selbst einen Zopp, wenn Sieje den Gedanken fassen, neben mir zu re�ssiren; ge-
schweige bei einer Jungfrau, deren Vater ein enthu-
siastischer Leihbibliotheken-Verehrer ist! Neben mir:
den Z�gling der Grazien, der die ganze Tagesliteratur
in die Tasche steckt: Morgen-, Mittags-, Abend-, Mit-
ternachts- und Schlaf-Bl�tter, Staats-, Vo�ische,
Spenersche Zeitung, Gesellschafter, Oeftreichische- und
Spree -Beobachter, Kirchenzeitung, Figaro, Stafette,
Hausfreund, Jahrb�cher, Rosen, Komet, Planet, Ele^
gante, Eisenbahn, Modenzeitung, Modenspiegel, Mode-
Courier, loui-na! �e8 blo�os, Theaterzeitung, Theater-
chronik, Malten's Weltkunde, drei Telegraphen, Frank-
furter-, Wiener-, Stettiner-, Kbnigsberger-, Elber-
felder-, Oberdeutsche-, National-, Hamburger Freisch�tz,
Hamburger- und N�rnberger Korrespondent, Handels-
        
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