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[Hefte 15-22] 15. Heft: Ein Sonntag in Tempelhof

Full text: [Hefte 15-22]

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Kapsel. Diejenige K�chin aber, welche wirklich
K�chin gewesen und wirklich Besitzerin von 50,000
Thalern, ist diese Dame! (AufKniepschen deutend.)
Alle. Ah, die ist es!
Kniepschen (aufstehend). Ja, meine Herrschaften,
ich bins, und ich kam heute Hieher, um mir denMann
meines Herzens zu w�hlen. (Sich ein wenig zu Schum-
merich wendend.) Er ist jefunden, wenn er meine s��e
Blicke, meinen sanften H�ndedruck, meine Liebe ver-
standen hat.
Schummer ich. War' es m�glich! Kniepschen!
(Sie sinken sich in die Arme.) So Hab' ich mir nicht ge-
irrt; so hat meine ahnungsvolle Seele mir nicht be-
trogen!
Kniepschen. Nein, Herr Schmnmerich: Sie find
der Meinige! Ich passe nicht f�r einen jungen Men-
schen; unsere Temperamente und Ief�hle passen zusam-
men wie, wie soll ich sagen, wie Mehl und Iucker.
Sie sind jejen allens Sch�ne empfindlich, ich auch.
Aber Eins mu� ich mir bedingen, n�mlich: da� Sie
dem Herrn Kapsel Ihre Tochter nicht verweigern.
Schummerich. Aber mein sch�ner Traum, einen
Schwiegersohn zum Leihbibliothekar zu haben; wollt'
ich sagen, einen Leihbibliothekar zum Schwiegersohn?
Kniepschen. Daf�r ist gesorgt! Ich gebe Herrn
Kapsel, unserm k�nftigen Sohn so viel, um....
Rimpel. Doch nicht, um eine Leihbibliothek eta-
bllren zu k�nnen? Sie wollen toch nicht einem Fri-
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