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[Hefte 15-22] 22. Heft: 1844 im Berliner Guckkasten

Full text: [Hefte 15-22]

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welcher da oben per Extrapost anjesprengt kommt, des
is ein bekannter deutscher Pollezei. Er st�rzt aus
den Wagen, rennt us die Bejebenheit los un fragt
mit jl�hendem Ieslcht: �Wat? Is des wahr? Schon
wieder eine Weber-Unruhe?" Hierauf wird ihm
von Seiten des Kapellmeisters Wagner jeantwort't:
�Nein!! Hier is von keener Unruhe die Rede, son-
dern von Ruhe, von keener Disharmonie, sondern
von Harmonie, von keenen Aufstand, sondern von
Begrabni�, von keener Knechtschaft, sondern von
ewiger Freiheit, von keenen lebenden Leichnamen,
sondern von einem H�ufchen Asche, das nich nach
Brod schreit, sondern Himmels- Melodieen von j�tt-
liche Jute und Ierecktigkeit sang. Dies ist die Asche
Carl Maria's von Weber! Des is eine Weber-
Unruhe im ewijen Frieden."
Fietsch. Na 't is recht jut, de� des keene Weber-
Unruhe jewesen is, denn sonst w�rde die Asche woll
wo anders beijesetzt werden.
Zweiter Junge. Wat is 'n det, Weber-
Unruhen? Kann man Det essen?
Guckkastner. Ach ne, da is von Essen jar nich
de Rede, Iierschlunt! Sein Sie froh, wenn Sie
nie erfahren, was des is. Es sind sch�ndliche Em-
p�rungen, die durch Soldaten und Ief�ngnisse wieder
zur Ruhe jebracht werden. Wenn Sie nachher zu
        
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