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[Hefte 15-22] 22. Heft: 1844 im Berliner Guckkasten

Full text: [Hefte 15-22]

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sten von de stickije Haus-Vettermichelei fort uf de
�ffentliche Stra�e, oder �berhaupt im Freien, wo es
sehr de Bewejung liebt un ohne Aufsicht is. Nu
sagen Se mal, k�nnen Se sich was Kl�jeres denken?
Blos, so wie es Mann wird, des deutsche Kind,
denn wird es dumm.
Erster Junge. Na also nachher bin ick klug
un Sie sind dumm?
Guckkastner. Ne, Sie sind en.Schafskopp;
des is wieder was Andres, des is en apartes Ie-
schlecht vor sich alleene; des is 'ne Art Adel, der
einen anjeboren is. Un von mir kann jar keene
Rede als dumm sind, denn ich willde Freiheit, un
wer de Freiheit will,der is nich dumm. Wer aber
de Freiheit nich will,des is en Brummochse.
Erster Junge. Entschuldjen Se: war des
eben 'ne ernste, jelehrte Abhandlung, wie es in de
Poletik vorjeschrieben is?
Guckk�stner. So ville unn�tze Zeit Hab' ick
nich, um mir immer mit Pelle zu beschaffen un
des Fleesch liejen zu lassen. Wat man ooch allens
vor politische Pelle zusammenschreiben mag, des Fleesch
davon i5: wer de Freiheit nich will,des is ohne Un-
terschied des Standes en Brummochse.
Schneidergeselle Fietsch. (hinzutretend) Na
da bin ich wieder! Iu'n Abend!
        
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