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[Hefte 15-22] 21. Heft: Herr Buffey auf der Berlin-Leipziger Eisenbahn

Full text: [Hefte 15-22]

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die dumme Wett bisher merkw�rdig nannte: die Ut-
berbleibsel aus den Zeiten der Willk�hr und Finster-
ni�. Gegenw�rtig kennt man nur eine Merkw�rdig-
keit: Menschen. Man hat zum Beispiel in und um
Berlin keine Ruinen, aber man kann Tieck, Corne-
lius, Grimm's, R�ckert und Schelling dort sehen.
Und ist es Ihnen nicht lieber, statt verrosteter und
zerbrochener Schwerdter aus der Feudalzeit r�stig
f�r das Wohl der Menschheit kampfende Manner
zu sehen? Liberale Schriftsteller und Deputirte von
Geist, sind sie nicht mehr werth als alle die Tau-
sendf�ltigkeiten und Tausend Einfaltigkeiten der wu-
chernden Gewalt und knechtischen Geduld! Ist ein
Mensch, dessen Talent Mittionen erheitert und be-
geistert, nicht merkw�rdiger als eine verst�mmelte
Statue; und das Herz eines Kampfers f�r Freiheit
und Wohl des Volkes, ein Herz, das durch die sanf-
ten Augen leuchtet und gl�nzt, nicht das sch�nste gr�ne
Gew�lbe?
Herr Buffey. (lebhaft) Des is wahr!
Zeisig. Und lassen Sie sich niemals im Aner-
kennen st�ren! Ob ein Name mehr oder weniger
ber�hmt ist; ob Einer in diesem oder jenem Kreise
k�mpft; ob er diese oder jene Form w�hlt, gleichviel,
ist nur der Inhalt t�chtig und der Zweck edel. Ich
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