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[Hefte 15-22] 21. Heft: Herr Buffey auf der Berlin-Leipziger Eisenbahn

Full text: [Hefte 15-22]

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Zeisig, (lachend) Ja, das kommt wohl, wenn
man vor dem Himmel kriecht, sich gegen die Men-
schen aufbl�ht, und keine andere Sorgen als die um
seinen impertinenten Egoismus hat.
Herr Busse y. (erstaunt) Wie?
3eisig, (sehrartig und heiter) Sie erlauben, da�
ich f�r diese Reise meine weiteren Bekanntschaften
mache. Sie w�hrt Sieben volle Stunden, und diese
will ich weder verlieren noch ungen�tzt verlaufen
lassen.
Finster, (einsehr ernster Herr, behaglich indieEcke
gelehnt) Ungen�tzt? Wie meinen Sie das, meinHerr?
Zeisig. Ich bin Reisender des gro�en Hauses
Libertas u. Comp. und mache in Zeitgeist. (Herr
Finster zuckt die Achsel) Au�erdem kenne ich kein gr�-
�eres Leiden als Langeweile. Ich am�sire mich und
wirke auf meine Weife, und ich versichere Ihnen,
da� es mir vollkommen gleichgiltig ist, ob dieser oderjener gelehrte Hans Narr die Achsel dar�ber zuckt.
Bouterweck sagt schon: Es ist immer eine Freude,
Menschen zu sehen, die ihren Schritt durch die Welt
gehen, ohne zu fragen, was Dieser oder Jener dazu
sagen wird, der etwas Andres vorstellt. (Sehr freund-
lich zu einem jungen vollwangigen M�dchen, welche sich so
eben damit besch�ftigt, Kuchen zu essen) Besten Appetit!
        
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