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[Hefte 15-22] 15. Heft: Ein Sonntag in Tempelhof

Full text: [Hefte 15-22]

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Ihr Eiglnthum zllr weiter� weltgeschichtlichen Ausbil-
dung �bergeben?
Schummerich. J�ngling, Sie haben sch�ner
und gelehrter gesprochen, als meine Vermuthung zu
ahnen es m�glich glaubte. Allein die Maid Echum-
merich's ist nicht bestimmt, eine Friseurin zu werden;
sie ist vielmehr erkoren, durch der Literatur auf der Zu-
kunft zu wirken. Wenn der kecke J�ngling Rimpel so
viel ersparet hat, eine Leihbibliothek anzulegen, so wird
Aujuste seine Hausehre, sein edles, z�chtig Weib.
Kapsel. Wenn ich Ihnen aber beweise, da� Rim-
pel Ihre Tochter gar nicht liebt, sondern ein eigen-
n�tziger, treuloser Mensch ist?
Schummer ich. Dann wehe ihm zwar, aber vor
Ihnen bl�ht dennoch nicht der Hoffnung Epheuwinde.
Aujufte, reiche mir Deinen Arm, da� wir in das Haus
treten und des Kaffee� genie�en. Dort werde ich Dich
den letzten Akt von Hlnko, des Stadthult
�
Stadt-
schulthei�en Sohn, vyrlesen.
Auguste. Aber, lieber Vater, derHinko interessirt
mich gar nicht, sondern einzig und allein mein Theodor.
Der ist mir lieber als alle Melodramen der Welt.
Schummerich. Schweig', ungerathene, unroman-
tische Dirne! Folgemir! (ImGehen zu Kapsel:) Der
Himmel lasse es Ihnen Wohlergehen! (Abmit Auguste.)
Kapsel. Der Himmel lasse es mir Wohlergehen!
Ja, da� thut er selten, wenn man nicht selber Etwas
thut. Was aber soll ich unternehmen? Auf welche
Weise k�nnte ich mein Ziel erreichen: wie meine Au-
        
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