Path:
[Hefte 15-22] 15. Heft: Ein Sonntag in Tempelhof

Full text: [Hefte 15-22]

18
Vumms. Wenn ich die 50,000 Thaler h�tte,
Herrjeh, ich ginge in acht Tagen nicht zu Bette!
Anmeine Frau schrieb' ich sogleich: Du bist mir theuer
Atje, Karlin; uf't Fenster liegen noch sechs Dreier!
ImWeinhaus bei den lust'gen Br�dern blieb' ich sitzen,
Und sah' das edle Rebenblut im Glase blitzen;
Die gro�en Tonnen alle w�rde ich mir kaufen,
Und langsam und genu�reich mich zu Tode � trinken!
Ach, gl�cklicher als ich w�rd' Niemand sein auf Erden!
Das sch�nsteLooS sollt'mir durch diesesViertel werden!
Kapsel u. Rimpel. Ach, wie dumm l��t der sich aus!
Wirftsein Wohl zum Fenster 'naus !(Alleab.)
Kapsel (kehrt sogleich zur�ck). So! Fortspedirt
sind sie; nun kann ich meine Auguste hier erwarten.
Geh' Du nur immer in Deiner s��en Gewi�heit dahin.
Du gro�m�uliger Colporteur; der kleine Friseur wird
Dir schon einen Zopf drehen. Der alte Schummerich,
welcher den ganzen Tag �ber Nichts als schaurige Ro-
mane und Theaterst�cke liest, hat freilich den Pr�nu-
merantensammler lieber als mich, der ich die Literatur
nur zu Wickeln gebrauche! Aber ich gebe die Hoffnung
doch nicht auf! O Jahrhundert, warum schreibst du
so viel und thust so wenig? (schnell) Herrjees, Aujuste!
Auguste. Endlich find' ich Dich, lieber Theodor!
Vater sitzt da hinten unter einem Kastanienbaum und
lieft den Hinko, des Stadtschulthei�en Sohn von Char-
lotte Virchpfeifer. Ich bin fortgelaufen, um endlich ein
Nal mit Dir allein plaudern zu k�nnen. Seit vier-
zehn Tagen haben wir uns nicht gsfchen!
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.