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[Hefte 15-22] 19. Heft: Nante Nantino, der letzte Sonnenbruder, oder: Die Entstehung der norddeutschen Volkspoesie

Full text: [Hefte 15-22]

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un die Fiaker sind die Bewegung, jejen die ick ver-
jebenS zu k�mpfen scheine. Ick bin also zeitjem��.
Aber worum bin ick eijentlich aus den Stand
meiner Unschuld in die Oeffentlichkeit jetreten, worum
bin ick zum Vejriff jeworden? Hierin liegt mein
Schicksal. S�he nich Alles auf mir, so brauchte ich
nich confequent zu sind un als historische Fijur
unterzujehen. Da dieses aber so is, wie eS is, mu�
es so sind, wie es is; denn wie jemein war' es,
wenn ich als tragische Fijur jetzt, um mein Leben
zu fristen, zur Iejenpartei �berjehen wollte; wenn
ich Kutscher w�rde! (Errei�t baS Fenster auf und streckt
die Hand empor.) Nein, Sonne! Erhabene Besch�tze-
rin! ich behaupte mir als Held; ich jehe unter!
(Er schlie�t das Fenster und geht mit verschr�nkten Armen
im Zimmer auf und ab.) Mir tr�umte diese Nacht,
ich schliefe unter den lispelnden B�umen des dustern
Kellers un drei hohe jraulich-sch�ne Gestalten beug-
ten sich �ber mir un raunten mir ins Ohr, de� die
Zeit meines Dodes jekommen sei. (Er steht still.)
Was is Traum? L�je kann er nich sind, denn nur
der Mensch l�gt; die Ieisterwelt is wahr. Alsjemelne menschliche Wahrheit k�nnen wir den Traum
aber nlch fassen, mithin is er �berirdische Wahrheit,
mithin is der Traum Wahrheit eines Lebens au�er
uns, eines h�hern, fessellosen Lebens. Und also
mu� ich sterben! Worum aber, wenn die Ieister
        
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