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[Hefte 15-22] 19. Heft: Nante Nantino, der letzte Sonnenbruder, oder: Die Entstehung der norddeutschen Volkspoesie

Full text: [Hefte 15-22]

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Zweijroschenst�ck l�ge eine Vierunzwanzlgft�ndliche
Existenz. (Er rei�t das Fenster auf und streckt die rechte
Hanb emvor.) Ha, wo is die Sonne meines fr�hern
Il�ckes hinjekommen? (Schlie�t das Fenster wieder
und st�tzt den Kopf; wiefr�her.) ES is zu windig
�
sie iS fort! Sie is unterjejangen; sie lS atje! Es
jeht mir miserabel und ich f�hle, da� ich anfange,
Stoff zu eine Traj�die zu werden. O IVtter, wenn
ich man nicht in die H�nde eineS I�nglingS jerathe,
der nach seinen biSherijen Leistungen zu urtheilen:
zu gro�en Hoffnungen berechtigt! In die H�nde
eines J�nglings, der von au�en unjeheuer klug ls
und bereits mehrere Theaterrezenstonen schrieb, ln
welchen dieser dumme Junge von den bedeutendsten
Leuten wie von Seinesjleichen sprach! IVtter,
nur Des nich! Aber DeS is eben des Furchtbare
im Schicksal der ber�hmten M�rtyrer, de� sie, wenn
sie ausjem�rtyrerr haben, wenn sie im Leben schon
als Traj�dienftoff jevient, noch im Tode jeden
D�melsack als TrajVdienftoff dienen m�ssen. (Er
rei�t das Fenster auf und streckt beideH�nde zum Hlmmel
empor.) Stern des Nantino, Du wirft nur der
Unstern des lebenden Helden jewesen find! Du
wirft ihn nach dem Dode in jute H�nde jerathen
lassen, in die H�nde eines Dichters! (Schlie�t das
Fenster wieder und ftii�t den Hopf; wie fr�her.) Ster-
ben werde ick, des is richtig, dar�ber herrscht keen
        
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