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[Hefte 15-22] 18. Heft: Das Fastnachts-Orakel

Full text: [Hefte 15-22]

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wer von uns Gottesaffeu versteht so viel Ochsisch,
um uns versichern zu k�nnen, da� der Ochse dtohalb
br�llt, weil er ein Ochse, und wer so viel Pferdisch,
um das Wiehern des Rosscs als Hohngel�chtcr �ber
seinen kleinen unv schwachen Lenker zu documentiren?
Ich habe Ochsen gesehen, die sich, trotz ihres Schmerz-Gcbr�lls, bis zur Schlachtbank als Ochsen behandeln
lie�en, und das trotzig wiehernde Pferd wiro von
dem schwachen Lcnkcr bis vor den elenden Sand-
karren geblacht. In Raff's Naturgeschichte erz�hlt
uns der Fisch, da� er stumm sei; aber das deutsche
Volk sagt dies nicht und kommt �berhaupt in Naff's
Naturgeschichte gar nicht vor, weshalb wir annehmen
m�ssen, da� es zum Menschenreich geh�rt. Aber
Erbsen, Sauerkohl und Schweine-P�kelfleisch ist ein
sehr angenehmes Donnerstags-Gericht, und wer mir
die Freiheit gebraten auf den Tisch bringen kann, den
will ich k�niglich belohnen, indem ich ihm irgend
Etwas verspreche. Viele essen auch wei�e R�ben mit
Bratwurst, und freuen sich �ber ihre Constitution, die
Alles vertragen kann. Andere ��en ebenfalls gern
wei�e R�ben mit Bratwurst, aber bei ihnen tritt der
st�rende Fall ein, da� sie weder wei�e R�ben noch
Bratwurst besitzen. Nun m�chten sie dieselben gern
kaufen, aber sie haben kein Geld. Nun m�chten sie
gern Geld haben, aber sie arbeiten nicht. Nun m�ch-
ten sie gern arbeiten, aber sie finden keine Arbeit.
Nun m�chten sie gern klagen, aber die Scheere ist ein
sehr n�tzliches Instrument, und wenn ich auf einem
alten Thurme stehe, so findet sich die Erhabenheit
von selbst, alle Gemeinheit liegt unter mir, und ich
kann sehr fromm sein und doch mein Geld in der
        
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