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[Hefte 15-22] 18. Heft: Das Fastnachts-Orakel

Full text: [Hefte 15-22]

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Vor der mi�lungensten Trag�die zeigt sie, mitten im
heftigsten Tadel, mehr Hochachtung, als vor einem
guten Lustspiel, einer trefflichen Posse, einer kernigen
Satyre. Hei�t irgend ein Werk Kaiser Soundso,
so wird es bei weitem mehr besprochen, als ein an-
deres, das Tischler Soundso hei�t. DaS abge-
schmackteste philosophische Zeug, keine Spur von Ge-
nie und Talent verrathend, zusammengcschmiert aus
f�nfzig vorhandenen B�chern, wird in den besten
Organm des Liberalismus ausf�hrlich besprochen und
kritlstn, w�hrend sie von dem Popul�ren, und w�re
es moussirend von Geist und Genie, kaum zu sprechen
wagen. Alles mu� einen vornehmen Anstrich haben,
sonst bleibt es unbeachtet. (Lachend.) Das ist ein
Liberalismus!
Herr Vuffey (in das Schallhorn). Was h�ltst
Du vom Vunves-Tag? (Pause.)
Orakel. W�v �o?
Herr Buffey (verwundert).. Wie soo? (Zu den
Umstehenden.) Wie soo? (IumOrakel.) Des ver-
stehe ich nich!Orakel, 'luut! luvt! Xw�lf ist als �lock'!
Herr Vuffey (unwillig). Na deS nehm' mir
Keener �bel; ich habe ja jar nich jefragt, was de
Klocke is! Un Iw�lwe kann es noch jar nich mal
sind. Ich willdoch mal (er grcist an eine starke
goldene Kette und zieht feine gro�e Uhr) ne, es is erst f�nf
Minuten �ber Elwe. Meine jeht nach de Akardemie.(In das Schallhorn.) F�nf Minuten �b?r Elwe
is es erscht! (Er wendet sich fort,dreht aber sogleich wie-
der um und ruft:) Wenn Ihnen mal Eener fra-
gen sollte!
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