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[Hefte 7-14] 9. Heft: Puppenspiele

Full text: [Hefte 7-14]

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sto�en sich; keiner willweichen, Niemand zur�ck-
bleiben, Alles die ersten Pl�tze einnehmen, die Hart-
nackigsten weichen sogar nicht von den B�nken, und
m�ssen auf ihnen fortgetragen werden. Wird der
Scandal zu toll, so nahen ein paar handfeste Schu-
ster, streifen sich die Aermel zur�ck und greifen scho-
nungslos in die Reihen k�nftiger Mitb�rger und
Mitb�rgerinnen, schieben sie mit kr�ftigen St��en
bei Seite und placiren ihre Liebsten auf das
Beste.
Endlich ist die Ruhe wieder hergestellt, die Glocke
hinter den Coulissen ertont zum zweitenmale und
der kleine Vorhang stiegt in die Hohe.
Nun beginnt das Schauspiel. Kaspar rei�t
g�ttliche Witze, mitunter auch liebliche Zoten, schal-
lendes Gel�chter und Bravos erzittern den Saal,
dicker Tabaksqualm umh�llt die Gestalten der
Dichtung, Wei�bier und alle Sorten einfacher und
doppelter Branntweine erfrischen die Kehlen der
aufmerksamen Zuschauer, am Schl�sse jedes Actes
ert�nt von der B�hne herab ein disharmonischer
Gesang.
Und wenn der kleine Vorhang zum letztenmal�
gefallen, laufen die Kinder nach Hause, und wieder-
holen sich die Witze Kaspar's, um sie morgen in der
Schule zu erz�hlen; die Schuster und Schneider,
Dragoner und Grenadiere aber trinken und tanzen
        
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