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[Hefte 7-14] 9. Heft: Puppenspiele

Full text: [Hefte 7-14]

6und Ordnung zu erhalten; Herr Kaspar, der Ko-
miker, hat sowohl im Lustspiele, wie in der Tra-
g�die die ersten Parthieen, Niemand beschwert sich
dar�ber und wirft neidische Blicke, wenn das Pu-
blikum seinen Liebling vergittert. Auch bleiben
hier die engagirten Damen immer jung, in den
Menschentheatern dagegen sind viele Beweise vor-
gekommen, da� die weiblichen Mitglieder alt
werden.
Treten wir jetzt hinein in die Halle der leb-
losen K�nstler; der Leser wird mir erlauben, da�
ich ihn freihalte. �Entree 2 Silbergroschen, Kinder
zahlen die H�lfte!" ruft eine alte Cassirerin.
Das ist sehr liebensw�rdig von Ihnen. Hier
sind 3 Silbergroschen f�r uns Beide; komm', mein
lieber Leser!
Weh' mir, welch ein Tabaksgestank! Ich wit-
tere Vaterl�ndischen: Bl�tter aus der Uckermark
f�r ungebildete St�nde. Wir wollen uns durch
diesen Saal drangen, und von der Gallerte herab
das ganze Leben betrachten, ein Leben voll Lust
und Wonne, K�mmel und Liebe, Unschuld und Ver-
f�hrung.
Zwei Seiten des langen Saales sind mit B�n-
ken begranzt. Statt der Hinterwand sieht man einen
Vorhang, bunt bemalt und mehr Reiz verh�llend
als jene dicke Kochin, welche mit �bergeschlagenen
        
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