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[Hefte 7-14] 7. Heft: Nachtwächter

Full text: [Hefte 7-14]

6Mondschein steht/ so regnet'S von dort oben aus
den leichenschwarzen Wolken herunter, da� sich die
Steine auflosen m�chten und der Mensch keine
Hand vor Augen sehen kann, und die deutschen
V�lker nicht ihr Gl�ck finden. Zu solchen Zeiten
also trank ich nie zuviel, denn die Gas-Compagnie
erkennt den himmlischen Kalender nicht an, sondern
nur den Trowitzsch und Sohn'schen, und wenn in
diesem der Mond scheint, so lassen sie die Gas-
laternen nicht brennen. Und da ich in Berlin oft
genug mit meinem Kopf ansto�e, selbst bei Tage,
so will ich's wenigstens nicht absichtlich thun und
trinke daher viel weniger, wenn schlechtes Wetter ist.
Ich habe also auch die W�chter mit dem
ungetr�btesten Verstande gesehen, und werde dies
meinen Lesern am Rhein und Main, an der Elbe,
Weser, Oder, Donau und der Spree dl�rch eine
getreue Charakteristik beweisen. Sie wird zwar
nur kurz sein, aber desto besser; desto mehr Raum
bleibt f�r die Gespr�che und Anekdoten, in denen
man sie selbst sieht.
Zehn Uhr hat es kaum geschlagen, so erscheint
der Mann der Nacht in vollem Bewu�tsein seiner
heiligen Pflicht, f�r die Ruhe der Residenz sorgsam
zu sein; er tr�gt Siebenmeilen-Stiefeln in et-
was verj�ngtem Maa�stabe, eine ungeheure Pelz-
m�he, die bis �ber die Knie reicht und nur fik
        
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