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[Hefte 7-14] 8. Heft: Die Schnapsläden

Full text: [Hefte 7-14]

6von ihnen liegt ein Eckensteher und lallt nach fri-
schem Korn, ein Anderer w�lzt sich schon auf der
Erde, und noch drei Andere rei�en Zoten und pr�-
geln sich. Ein Handlanger la�t sechs verschiedene
kleine Flaschen f�llen, damit der Bau des Hauses
schr�g�ber nicht unterbrochen wird; ein Schuster-
bursche holt Anies f�r seine Gesellen und kostet so
eben, ob die Waare auch preisw�rdig; ein Dienst-
m�dchen nimmt den t�glichen Bedarf f�r die Herr-
schaft; ein altes, gemeines Weib sitzt in einem Win-
kel und schl�rft mit Wollust, um nach einer Hab
ben Stunde auf der Stra�e aufgegriffen und in die
Wache gef�hrt zu werden. Um den Ladentisch herum
dr�ngen sich Handwerker, die im Vor�bergehen die
trockene Zunge benetzen; ein Sandfuhrmann hat
frischen Sand in die K�che gebracht und �jie�t da-
vor Eenen hinter de Halsbinde;" ein Droschken-
kutscher hat seinen C�sar drau�en stehen lassen und
�netzt sich de Iurjel," damit er sp�ter ruhiger schla-
fen kann,
�
und zwischen diesen Allen wandert ein
�heruntergekommenes Genie" umher, rei�t Witze,
sch�kert mit dem Ladenm�dchen, erz�hlt Anecdoten
und grauenhafte Geschichten, l�gt wie eine politische
Zeltung, trinkt bald an diesem, bald an jenem Ti-
sche, denn �berall reicht man dem �Schwerenochs-
krl"und ,^>ausendzappermenter" ein Gl�schen oder
ein lltestchen der brennenden Tropfen. Diese her-
        
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