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[Hefte 7-14] 8. Heft: Die Schnapsläden

Full text: [Hefte 7-14]

5nicht, was f�r das Volk ist? Wer dar�ber schrei-
ben wollte, m��te Folianten f�llen; ich aber bin
nur auf ein paar Bogen angewiesen, handle daher
nach dem Wahlspruch eines gekr�nten Hauptes, lasse
Mes beim Alten, und schildere da mit heiteren
Farben, wo man die Feder in Thr�nen tauchen
m��te.
Ich f�hre Dich also in einen Schnapsladen,
lieber Leser, und zwar auf eine Weise, die Dich
nicht zum Trinken zwingt. Schon das zierliche
Vorfenfter ladet die Vor�bergehenden ein. Hier er-
blickst Du bunte Flaschen, bunt durch ihren In-
halt, auf jeder ein Etiquett: Kom, K�mmel, dop-
pelter und einfacher, Anies, Spanisch-Bitter, Kirsch,
Nelken, Citronenliqueur , Wachholder, u. s. w.,
u s. w. Dieselben Ank�ndigungen liest Du, wenn
wir hinein treten, aus gr��eren Flaschen, auf riesi-
gen Tonnen, die hinter dem Ladentische aufgepflanzt
sind, und den Verzagten, der mit Kummer auf dm
�eft eimr Flasche blickt, mit neuer Hoffnung erftl-
len. Im Hintergr�nde sitzt ein ehrsamer Schuh-
macher neben einem Schneider f�r Civil und Mi-
litair, und raisonnirt bei einem halben Quart dop-
pelten K�mmel �ber die Gewerbefreiheit; nicht �eil
von ihnen sitzt der Korbmachenmister und erkl�rt
dem Mauerpolier mit triger sunge die neuesten
Verhandlungen der Pariser Deputirtentammer; links
        
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