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[Hefte 7-14] 14. Heft: Franz Liszt in Berlin

Full text: [Hefte 7-14]

39 würde sich nie zur Kunst emporschwingen können. Sie ist immer unwahr, coquett, manierirt! Ieppenbrecht. Sage mal, Kuleke, weeßt Du, wie die Wagen folgen? Wer mag 'n jleich hinter Liszt kommen? Kuleke. Een Poüizist kommt hinter Liszt. Ieppenbrecht. Man nich! Kuleke. Na ja, wat wunderschten Dir! Pollezeiis Hinterlist. Madame Steifling (zieht ihren Mann durch da« Gedränge). Man immer zu, immer zu, Steisting! Ich muß bis uf de Treppe! Er muß mir ansehen, wenn er insteigt: eenen Blick, un ich bin uf Zeitlebens zufrieden. Ieppenbrecht. Seh' mal: Liszt un Phlegma! Steifling. Herrjees, Du reißt mir mein Brust- stück von den Rock um den cenen Blick von Liszren ab! Sei doch vernünftig! Die Leute laaßen mir ja nich durch! Ick bin ja keen Windzug! Ick habe ja meine Ausdehnung, meine Periefrie! Madame Steifling. Man immer zu.' Mehrere Stimmen. Na na, na na, hier wird nich mehr weiter vorjejangen! Wer erst kommt, mahlt erst! Da is er, da is er! Franz Liszt, vivat hoch! Allgemeines Geschrei. Franz Liszt, vivathoch!(Franz Lisztreißt sich aus einerUmarmung nach der an- dern und steigt endlich, bleichen Angesichts und tief erschüt- tert, in den Wagen. Die Senioren der Studenten setzen sich zu ihm. DaS Comltat der Universität bestehet aus 3U vier- spännigen Wagen und 50 reitenden Studenten in academi- scher Frsttracht. Diesen folgen unzählige Privat-Equipagen. Eine bunte, jubelnde Menschenmaffe bedeckt alle Straßcn bii zu dem entfernten Thore.) Frischer (mit Thronen in den Augen, zu einem Freunde). Ich will von lauter Motten aufgefressen
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