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[Hefte 7-14] 14. Heft: Franz Liszt in Berlin

Full text: [Hefte 7-14]

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dedreiber! Ick wer' mir hier ooch noch vor meine
Talent-Anerkennung �berfahren lassen! Wenn Er
blind is, denn kann Er den Z�gel nich f�hren, ver-
steht Er?
Kuleke. Sage mal, Ieppenbrecht, Haft Du die
Concerte von Liszten besucht?
Ieppenbrecht. Ne: zwee Dhaler, det st�rt bei
mir! Wenn ick zwee Dhaler hatte, denn sah' ick nich
so schlimm auS. Aber er hat vor mir mal jespielt.
Kuleke. Vor Dir? Wo so?
Ieppenbrecht. Na ja: er spielte vor den K�lner
Dom, und da Hab' ick Aussicht, Arbeet zu kriejen.
In de Petftunde, die ick besuche, da Hab' ick Vor-
sprache.
Kuleke. Iott, wat wollte ick vor zwee Dhaler
spielen! Seh' mal, ick spiele doch ooch, wie Liszt,
jeden Abend von Achte bis Zehne Solo, aber bei
mir st�rzen de Leute nich hin und rei�en sich drum,
zwee Dhaler los zu werden!
Ieppenbrecht. Wer wee�? Du mu�t et mal
bekannt machen. Die sch�ne Zeiten, wo eenen de je-
bratene Dauben in den Mund flogen, find seit Erfin-
dung der Herrscher vor�ber. Sage mal: wo reist'n
nu �lszt eejentlich hin?
Kuleke. Nach Sibirien.
Vischelwitz (zu seiner Frau). Na, Aujuste, nu
dicht' ick, dr�ngelten wir unS nich l�nger. Halte Dir
        
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