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[Hefte 7-14] 14. Heft: Franz Liszt in Berlin

Full text: [Hefte 7-14]

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doch noch die Ruthen zu Hause! Wenn Ihnen da-
von Etwas zu Verlangen steht, so haben Sie die G�te,
mich morgen in der Fr�he vor Sieben Uhr zu be-
suchen. Ich wohne in der Iungfernhaide No. 9,
vorn heraus, Belleetage.
Dritter Act.
Lucrezia s Wohnung.
Lucrezia. St�rmischer Freund, meine Liebe ist
h�her als die Ihre. Ich wei�, da� ich verkannt
werde. Man sagt mir nach, ich sei eine Coquette im
unangenehmsten Sinne des Worts; mein Inneres sei
leer an Wahrheit und Gem�th und an allem Evlen.
Mein ganzes Thun sei Wucher. Mein scheinbarer
Leichtsinn sei nicht einmal Leichtsinn; bei mir sei Alles
Speculation. Von Weiblichkeit k�nne nicht mehr die
Rede sein, und jede s��e Einfalt und Nat�rlichkeit
w�ren durch meine K�nste und durch meinen Schacher
so weit vertrieben, da� ich nicht f�r mich allein im
Zimmer nat�rlich husten k�nnte. (L�chelnd.) Ich bin
erhaben �ber solche Vorw�rfe. Nur ein Mal k�nn-
ten sie mich schmerzen (ihn z�rtlich anblickend): wenn sie
auch bei Ihnen, edler Freund, wenn sie auch bei Ih�
nen den leisesten Glauben gesunden h�tten.
        
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