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[Hefte 7-14] 14. Heft: Franz Liszt in Berlin

Full text: [Hefte 7-14]

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die Saiten! Er springt meinetwegen herunter, das ist
noch romantischer!
Dr. S��. Aber, meine Gn�dige, Sie vergessen
ganz, da� Sie Wirklichkeit sind! Sie halten sich in
diesem Augenblicke f�r Stoff, f�r Thema, f�r Idee!
Ich kann doch nicht annehmen, da� Sie von dem
St�ndchen des Virtuosen gewu�t, und ihm Ihr In^
strument vor die Th�r gestellt haben!
Baronin (enttauscht). Wahr, wahr, o schrecklich
wahr! O warum bin ich Wirklichkeit! Warum
bin ich nicht Stoff f�r ihn! Warum bin ich kein
Thema f�r seine himmlischen Variationen! Warum
bin ich nicht blo�e Idee, da� ich, gleich Minerva,
seinem Iupiterkopfe entspringen k�nnte! (Wirft sich auf
den Divan.) Verlassen Sie mich, mein Freund! Ver-
lassen Sie mich, Sie grausamer F�rster, der meine
elfens��e Waldeinsamkeit st�rt! Der mit seinem Horn-
ruf gemeiner Wirklichkeit meine sch�chternen Neh-
Gedanken ausscheucht und die s��en Traumlicder mei-
ner fl�sternden Wipfel verstummen macht! Im n�ch-
sten Concerte sehen wir uns wieder.
Dl-. S�� (sich verbeugend). Ich habe die Ehre,
mich ganz gehorsamst zu empfehlen. (Ab.)
        
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