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[Hefte 7-14] 14. Heft: Franz Liszt in Berlin

Full text: [Hefte 7-14]

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H�lle, blicke freundlich-huldvoll auf Deine Magd herab!
(Sie k��t das Blld.) Du feinste Vl�the seelentiefer, g�tt-
llch-wllderRomantik, ich bete Dich an! (Mitl�chelnder
Wehmuth.) Die Thoren sagen, Du seiest nicht sch�n;
Du w�rst nichts als Sehnen! Ja, Du bist mein
Sehnen, mein Hoffen, mein Glaube und meine stille
Leidenschaft! Wie m�nnlich-edel ist Dein ganzer
Ausdruck; Alles an Dir, selbst Dein Frack, Dein
Gilet, daS Hemd, die Kn�pfe: AlleS an Dir ist Phy-
siognomie! Ach, ich bin ganz matt vor Hochachtung.
(Sie klingelt.)
Diener. Eure Gnaden befehlen?
Baronin von Sinnen. Ein OlaS Waffer!
Aber in dem Glase, worein Liszt geschliffen ist. (Die-
ner ab.) Ach! (Tiefseufzend.) Du bist nie ungeschliffen.
(Seufzt noch tiefer.)
Diener (mit dem Glase). Hier, gn�dige Frau!
Varonin von Sinnen. Geh' dort nach mei-
nem Nlppe-Tifch, und gie�e mir etwas esu �s I.i5�t
in'S Taschentuch.
Diener (verwundert). Lau? .. (FolgtbemBefehl,
ballt seine Hand und spricht leise.) O!
Varonin von Sinnen. So, nun geh' und la�
mich allein. (Dlenerab.) Allein? Nein, nein, ich bin
nicht allein: Du bist � entschuldigen Sie, ich verga�
mich!
�
Sie find bei mir, Engel, hernledergeftie-
gen in diese Ihnen ungen�gende Welt. F�r Ihren
        
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