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[Hefte 7-14] 14. Heft: Franz Liszt in Berlin

Full text: [Hefte 7-14]

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Mauern deS Enthusiasmus ist? Gilt er mehr als
ein trefflicher, als der beste Klavierspieler, als ein
edler, geistvoller Mann? F�hlt man Erhabenes da-
bei? Klingt der Name uns anders in den Kopf als
Liszt, Liszt, Liszt? T�nt er unS wie daS heilige Fl�-
stern des Lorbeere, �ber die IahreS-Saiten der Ewig-
keit rauschend? Nein, bei Gott, nein!
Rath Felschen. Nun?
Frischer. Aber er ist ein ausgezeichnetes, besie-
gendes Talent, und ich freue mich, da� dem Talente,
dem Geiste k�nftighin eben so gro�e und mehr inner-
liche Verehrung werden soll, als bisher nur der plum-
pen Geburt wurde, der unverdienten Stellung! DaS
w�re ein Fortschritt mit Siebenmeilen-Stlefeln. Und
da� man mit einem Virtuosen auf dem Klavier an�
f�ngt, soll verziehen sein: alle neue, gro�e Gedanken
der Weltgeschichte haben �ber die starren Felsen deS
Irrthums steigen m�ssen, bevor sie aufgenommen
wurden. Nicht lange, und man wird die �chten Gei-
steShelden ihrer Zeit, wenn auch nicht so n�rrisch,
doch eben um so lauterer, lffentlich ehren und prei^
sen, ihren Einflu� dadurch vergr��ern, die Vorur-
theile, die Vorrechte st�rzen, alle Anma�ung auf Zu-
f�lligkelten in len Staub werfen und verlachen!
Nath FelSchen. Aber Sie werden doch nicht
vertheldigen, da� die Damen Lilzt'S Bildauf Hand-
schuhen, in Schmucksachen ....
        
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