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[Hefte 7-14] 14. Heft: Franz Liszt in Berlin

Full text: [Hefte 7-14]

9der Weiber von WeinSberg gegen den unverge�lich
r�hrenden Enthusiasmus der Weiber von Berlin in
den letzten KriegSjahren! Nicht allein, da� sie all
ihr Geschmeide auf den Altar des Vaterlandes legten,
da� sie ihre Speisekammern und ihre B�rsen leerten,
die Hungrigen und Durstigen zu speisen und zu tr�n-
ken: sie waren lauter barmherzige Schwestern, die
verwundete Krieger pflegten und heilten; sie rissen
ihre f�nfzehn- und sechzehnj�hrigen Knaben von
ihrem Herzen los, hingen ihnen die Waffen um, und
eiferten sie zur Rettung des Vaterlandes, zur Be-
freiung Deutschlands an! Und wenn nun solche edle
Weiber in den Zeiten des Friedens sich von dem Ta-
lente enthufiasmiren, selbst zu liebensw�rdigen weib-
lichen Narrheiten hinrei�en lassen, ist das nicht na-
t�rliche Konsequenz, ist das nicht ehcr r�hmens- als
verdammenswerth? Die feurige Anerkennung des
Sch�nen ist, wie alles Erhabene, acht weiblich; nur
wo sich die Weiblichkeit selbst durch Extravaganzen
sch�ndet, d�rfen Hohn und Spott ihre wohlth�tige
Gei�el schwingen! vixi! Ich bin Redner in der
Stehely'schen Kammer, ich lasse abstimmen �ber mei-
nen Antrag! Ich trage darauf an, da� die M�nner oft
viel voreiliger und dummer huldigen als die Weiber.
Groscanon. Ich erkl�re mich mit dem Antrage
des ehrenwerthen Deputaten Frischer vollkommen ein-
verstanden
        
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