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[Hefte 7-14] 14. Heft: Franz Liszt in Berlin

Full text: [Hefte 7-14]

8Frischer. Es mu� hier eine Felsgegend sein,
denn ich h�re das Echo rufen: wer angibt, ist ein
Schurke! Aber gr��ere Schmach, gr��ere Schmach,
wo angenommen wird! Ich denke, wir sprechen
hier vonVerrath im Allgemeinen, und ich sage: es ist
keine Seele von zwei Zoll Gr��e, die den Hinter-
bringer nicht mehr verachtet, als den leichtsinnigen
Schw�tzer, Schimpfer, Verl�umder oder Beurtheiler.
Rath FelSchen (laut lachend). Wir sprechen ja
aber gar nicht davon! Ich sprach von Lifzt! Ich
meinte: wenn man Alles erw�gt, was die Weiber jetzt
in Bezug auf diesen Klavierspieler angeben, so mu�
man eigentlich dar�ber roth werden, ein Berliner
Ehemann zu sein.
Frischer. Den Teufel, Herr! Ich bin kein Ehe-
mann, aber stolz auf meine Berlinerinnen. Sie sind
so zart, wie ihre M�nner keck find; sie haben Geist
und kleine F��e, Bildung und schlanken Wuchs, ein
liebensw�rdiges Oem�th und feine Gesichter; sie sind
sittsam, aber feurig f�r alles Gro�e und Sch�ne. In
keiner Stadt der Welt gibt es so viele Frauen-Ver-
eine f�r Wohlth�tigkeit nach au�en und innen; in
keiner Stadt der Welt nehmen sich die hochgebildeten
und hochstehenden Frauen so der Armuth des Leibes
und der Seele an;in keiner Stadt der Welt ist das
Weib so der s��e Mittelpunkt deS socialen LebenS,
als bier in Berlin! Und was ist der r�hrende Witz
        
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