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[Hefte 7-14] 13. Heft: Komische Scenen und Gespräche

Full text: [Hefte 7-14]

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Iermer. F�hlt denn aber dieser erste bornirte
Rang, der doch fast weiter Nichts als Singen und
Tanzen zu beurtheilen versteht; dem der eigentliche
gesunde Menschenverstand und der kr�ftige Geist in
dem Dampfkessel der Hyperbildung und F�rmlichkeit
verdampft ist: da� die Pasta selbst niemals das ge-
wesen ist, was er belorbeert? Abgesehen davon, da�
sie immer falsch gesungen, merkt man nur zu deut-
lich, wie ihre Darstellung von je mehr italienisch-
ftanzisischer Kitzel und Knalleffekt, als ein gro�es,
tiefes Ganze war. Sie schl�gt den sch�nsten Triller,
sie colorirt mit Geschmack; sie spielte und sang Ein-
zelnes mit sogenanntem genialen Feuer, das hei�t:
mit �bertriebenem Aufwand aller Kr�fte; aber sie
spielte dennoch immer Kom�die, sie sang dennoch
immer nur mit der Kehle, nicht mit der Seele.
Jede Arie war ihr ein Concertst�ck, das bis in die
kleinsten Nuancen zum brillantesten Erfolg ausge-
arbeitet wurde, kein dem Charakter des Ganzen und
der Seelenstimmung entsprechender Gesang, oder keine
dem entsingende Sprache.
Herr Buffey. Horste, Willem? Da kannste
was lernen. (3u Klinger.) Hir'nSe mal, Sie k�n-
nen ja Deutsch; warum unterhielten Tie'n sich mit
mir italjensch?
Klinger. Ich hielt Sie f�r einen Italiener,
entschulbjen Sie! (Zu Iermer.) Sie sind mein
        
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