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[Hefte 7-14] 13. Heft: Komische Scenen und Gespräche

Full text: [Hefte 7-14]

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D�se. Ja, ich wei�, des Volk ehrt sie jetzt,
aber
Spitzig. Na was wollen sie denn mehr?
Iibt es einen jri�ern Ruhm, als die Liebe des
Volkes? Wenn se nich vom Volk, sondern nur an-
derswo Ehre jenie�en, denn sind sie auch vor Iott
niemals viel jewesen.
D�se. Dar�ber k�nnen wir jar nich urtheilen.
Spitzig. Warum nich?
D�se. Iwir sind ja Leute, die nich mal
hochdeutsch reden, oie in ihrem Berliner Dialekt
sprechen.
Spitzig. Aber, D�se, Duuse! Darum kann
man doch mehr Verstand un Geist haben, als so
Mancher, dem des Alles einjetrichtert is! Un was
is denn des Hochdeutsche anders als ein Dialekt, den
sich die sojenannten jebiloeten Leute jemacht haben?
�
Die Lutherscken Werke un de? Nibelungen-Lied,
das ich neulich jelesen, sind ooch nich in unserm
Hochdeutsch jeschrieben, un doch is da mehr poetisch
Kraft un Iesundheit drinn, als in alle die jetzigen
Romane, wo eenen vor lauter Vornehmheit so zu
Muthe wird, als h�tte man vierzehn Dage hinter-
nander nischt als Thee jesoffen. Wahrheit is de
Hauptsache, un was sich nich schickt, das bleibt.
(Hat inzwischen nach der Uhr gesehen.) Herrjees, schon
        
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