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[Hefte 7-14] 13. Heft: Komische Scenen und Gespräche

Full text: [Hefte 7-14]

8ooch so'n Dutzend moralische Schnuppd�cher koofen,
denn heut zu Dage mu� man de janze Tasche voll
Moral haben, wenn man weiter kommen will.
Bei so 'ne fromme Zeiten, wie alleweile, wo einen
alle Augenblicke so 'n langweilijer Kerrel, so 'n Pie-
tiste, mit seine schw�rmerisch-d�mliche Oogen, un
seinen breitkr�mplijen Filz un de Haare H la
Schafskopp bejejent, un
Spitzig (ihn unterbrechend). Ja, un wo Mitt-
wochs im Theater zwee Parquetbinke besetzt sind,
im Parterre noch dreiFreibillett wegen Unp��lichkeit
der Besitzer fehlen, un in 'n ersten Rang ein sich
jraulender diplomatischer Corpser sitzt � un wo
doch Donnerstags Broch�ren �jejen die Theaterlust"
anjet�ndigt werden! Un wo man irjendwo die Je-
suiten un andere sch�dliche Hausthiere wieder ein-
f�hren Willi
D�se. Ich willDir sagen, Spitzig, jewisse
m�chtige Leute in Deutschland, die denken: es is nu
doch mal 'ne verdrehte Zeit, un d�mm machen
ft aus l841: l48�. (Nachdem er gelesen.) Du,
Spitzig, was is' denn des vor'n Claudius, der des
Sprichwort �des f�nfteRad am Nagen" zu Schan-
den jebracht hat? der jetzt vor drei Silberjroschen
�it Sechs R�der nach Charlotlenburg f�hrt, so
be� uf jedes Rad en Vilbersechser kommt? Mills-
        
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