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[Hefte 7-14] 13. Heft: Komische Scenen und Gespräche

Full text: [Hefte 7-14]

6K�se mir! Pfefferkuchen, zu Weihnachten! Unten
werden die schinen Iedichte gemacht, und oben
Fabeln.
D�se. Ja, da haste Recht! Denn des is doch
eejentlich 'ne Fabel: Zw�lf St�ck Schnuppd�cher
vor Neun Silberjroschen, wie ick hier eben lese!
Herrjees, des mu� ja reener Zunder sind! Det
Dutzend Neun Silberjroschen, da kommen ja jrade
Neun Pfennje uf't Schnuppduch! Na un herrjees:
vor Neun Pfennje, da b�ck' ick mir ja noch nich
mal, um 'ne Staude Flachs zu plicken, jeschweije
det ick ihm spinnte un webte!
Spitzig. Ick will Dir sagen, D�se: et is
allerdings Zunder, aber des is jrade der moralische
Zweck von die D�cher. Denn seh 'mal, D�se, die
D�cher werden jar nich weiter benutzt, als zum
Stehlenlassen. N�mlich weil einen jetzt so ville
Schnuppd�cher jestohlen werden, so drckgt man ganz
ruhig sein seidenes Schnuppduch in de andere
Tasche, un l��t sich blos des vor Neun Pfennje
von Haussen stehlen. Na un seh 'mal, Duft, die-
ses is nu eben der moralische Zweck von des
Schnuppduch, well solches f�r den Spitzbuben
keinen Reiz nich hat. Wenn der Mann nachher
Wuudet denkt, wat er hat, un er sieht des Schnupp-
duch vor Neun Pfennje: des bessert ja so 'nen
Menschen!
        
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