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[Hefte 7-14] 12. Heft: Unterhaltungen

Full text: [Hefte 7-14]

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Coulifsenschieber Schneiter. Hier, Kin-
der, wollen wir uns lagem und unjeheuer heiter
sein! Melpomeene Kiseritzen, setzen Eie sich, und
Sie, anjenehmer Cchusterjeselle auch! (er setzt sich an
einen Tisch; Mamsell Kieseritz und der Schuhmacher
Klatsch ebenfalls.) Nanu wollen wir Kies aus-
streuen! (er klappert mit dem Gelde in seiner Tasche.)
Einige landes�bliche M�nzsorten m�ssen heute sprin-
gen, des hilft nischt! Heute bin ich unjeheuer ftih-
lich, �u�erst fidel, bedeutend lustig und unerme�lich
heiter! Heute bin ich vergn�gter als ein Kinig(er nimmt die M�tze ab.) Lassen Eie sich jeden, was
Sie wollen, leichtsinnjef�llte Kieserihen, M�dchen�
f�r Alles, nat�rliche Tochter eines leider zu fr�h
hin�berjeschiedenen Leinwebers aus Pasewalk! Und
Eie auch, harmloser Pechk�nstler, gem�thlich l�cheln-
der Fu�bekleidungsgeh�lfe, ledernes und stiefelleistene
des Mitglied der menschlichen Gesellschaft! Schmei-
cheln Sie sich vielleicht des K�mmels benetzende Tro-
pfen �ber Dero jer�ucherte Ochsenzunge hinabgleiten
zu lassen in den Ocean ihres durstenden Magens?
Oder erwacht in Ihnen die Sehnsucht nach des
Pommeranzens spiritulser Fl�ssigkeit?
Klatsch. Ick wer' mir schon jeben lassen, wat
ick will. Aber machen Ce hier nich so'n Ussehn mit
Ihre jestohlne Witze; Sie machen sich ja l�cherlich!
Schneiter. Dieses habe ich immer jethan, sen-
timentales Rhinozeros, warum nicht heute unttr die-
sem Himmel, der so blau ist, wie der R�cken eines
        
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