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[Hefte 7-14] 12. Heft: Unterhaltungen

Full text: [Hefte 7-14]

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Mudicke (sehr ruhig). Ick bin schon mitten in
de Unsterblichkeit! Ick bin jetzt eine Amphibie, zu
Lande und zu Schnaps lebend.
Schmidt (lacht). Det mu� man nu den Mu-
dicke nachsagen: drockne Eenf�lle hat er!
Mudicke. Ja, un nasse ooch. (er trinkt).
Beesing (zu Karolinen). Na, Sie sind ja ornd't-
lich rappelk�ppsch jeworden, Mamsell Karline! Sie
werden sich doch nich aus 'n Concept bringen lassen?
Sehn Se mal, Ihr Vater is ja man blos heiter;
lassen Se ihm doch sein stilles Verjn�gen. Un Sie
ooch, Madam Mudicken.
Frau Mudicke. Iott, lassen Sie mir inRuhe,
Raschmacher! Machen Se rasch, un verziehn Se sich
mit Ihre Tr�sterei! Ick bin wieder damlich jewesen,
det ick mir habe �berreden lassen, mit mein Klump
Unjl�ck nach 'n letzten Silbersechser zu ziehen, ick
anijiere mir hier immer. Karline, wenn wir nach
Moabit jejangen w�ren, mit Sieseln! Aberscht man
is so jutm�thich, man jeht mal mit, aber et soll
mir ooch nich wieder passiren!
Mudicke. Na, hir'mal, ick habe Dirdoch nich
jesagt, det De mit mir jehen sollst! Ick jeh' nich
mehr mit Walddeibels rum, det war vor Zeiten,
dunnemals, wie der jro�e Wind war, Anno so un
so, als ick noch im Fl�jelkleide, in die M�dchen-
schule jing.
Siesel. Na, Hirt mal, Kinder, um wieder uf
Unsterblichkeit zu kommen! �
        
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