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[Hefte 7-14] 12. Heft: Unterhaltungen

Full text: [Hefte 7-14]

janzen Dag sidel gestnd! Von de Schafmilch an
bis zu de Keilerei!"
Ist das Mahl beendet, so wird f�r die Herr-
schaft des Dienstm�dchens eine Flasche mit jener
nahrhaften Kost gef�llt, ein Pfropfen von gr�nem
Grase gedreht und hineingesteckt, und dann etwas
geistesmatt heimgewandert.
Wenn in der alten Stadt und Festung Spandau
Pferdemarkt ist, so ist in Berlin gro�e Bewegung.
Jeder wohlhabende B�rger l��t seinen Einsp�nner
in Stand sehen, legt zwei Flaschen Wein inStroh
gewickelt und einen Korb mit Butterbrodten hinein,
placirt seine Frau, die Kinder und das Dienstm�d-
chen, nimmt die Peitsche in die Hand und f�hrt
hinaus , wo heute gro�er Jubel ist. Auch die Oeco-
nomen, Viehm�ster genannt, schnallen Sitze auf ihre
Milch- und Gem�se-Wagen, ebenso die G�rtner,
steigen mit Allem, was der Nachbar nicht begehren
soll, hinauf und stuckern ab. Ihnen folgen die
glanzenden Equipagen der vornehmen Zuschauer, und,
zu Fu� oder zu Pferde, die K�ufer und Verk�ufer.
Lude und Christian vom Brandenburger Thor be-
wundem noch ein Mal die vier kr�ftig
-
schonen Rosse
der Victoria, und erhandeln in Spandau zwei solche,
5 St�ck zwanzig Silbergroschen, welche sie bis zum
n�chsten Markte todtjagen. Drau�en ist buntes
Durcheinander, tolles L�rmen, komisches Volkstrei-
ben, ehrlicher Handel, Prellerei und manmchfacher
Genu�.
        
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