Path:
[Hefte 7-14] 12. Heft: Unterhaltungen

Full text: [Hefte 7-14]

7Geselle gar kein ichtes Vergn�gen, und wenn nicht
beim Nachhausegehen mindestens sechs Individuen
mit verbundenen K�pfen im Wagen sitzen, so hat
der l�ngstersehnte Tag den Erwartungen nicht ent-
sprochen.
Um Pfingsten herum ziehen viele Gesellen und
viele Dienstm�dchen mit den Kindem der Herrschaft
Morgens gegen drei Uhr, nach dem eine Stunde
entfernt liegenden Wilmersdorf, um Schafmilch mit
Semmel zu genie�en, welche letztere in einem B�cker-
laden erstanden werden. Der erste Strahl der auf-
gehenden Sonne wird unterweges mit Hurrah be-
gr��t, und die M�tzen und H�te stiegen, wie die
jubilirenden Lerchen, hoch in die Luft. Dann wird
weiter gewandert durch den Sand, von Zeit zu Zeit
ein t�chtiger Schluck aus der �Karline" genommen,
um die morgendliche N�chternheit zu verbannen;
die kurzen Pfeifen werden an einem Baume ausge-
klopft und wieder mit 6uba l�tter� 0 gestopft, und
endlich wird in Willmersdorf vor der Sch�ferei Halt
gemacht.
�Nanu Schafmilch her! Ne jro�e Terrine voll,
sechs Quart, schwabbern mu� sel Ueberschwabbern
mu� st, det hilft nischt!"
�Semmeln her! Wer hat de Semmeln?"
�Dirthe hat st in ihren Pompadour!"
�Pack' st schnell aus, Dirthe, sonst brech' ick
Dir wie 'ns Semmel enezwee und ftess' Dir vor
Liebe uf! Heute wird sidel gesind! Heute wird den
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.