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[Hefte 7-14] 12. Heft: Unterhaltungen

Full text: [Hefte 7-14]

Unterhaltungen.
Die unterste Volksklasse Berlins ist im Ganzen
sehr arbeitssam und bedarf nur selten einer andern
Erholung, als ihre Kehle mit demjenigen Getr�nke
anzufeuchten, aus welchem jene �u�erliche Rohheit
und Abstumpfung edler Gef�hle entspringt. Wenn
aber der Gott der Lust durch einen Sonn- oder Feier-
tag ruft, so gilt es, ihm auf jede Weise zu opfem ;jeder Groschen wird zusammengerafft, den die lang-
tigige Arbeit eingebracht, ja das klnigliche Leihamt
wird in Anspruch genommen, um sich in den Besitz
des weltlichen Mittels zu sehen �sich himmlisch oderjittlich zu am�siren." Da mag denn die Sonne
allen Lebensmuth aus der Natur brennen, der �ber-
l�stige Staub jede farbige Sch�nheit in Sack und
Asche trauern lassen, oder der Regen in Str�men her-
abfallen :das Alles genirt einen flotten, kr�ftigen Ber-
liner nicht, der seinm langverhaltenen Jubel loslassen,
der seinen Tollen austreiben will. Der Familienva-
ter nimmt das J�ngste auf den Arm die Mutter
f�hrt den kleinen Jungen mit der neum Jacke aus
Vaters alter, die Gesellen fragen den �Deibel" nach
den Wetter und schlendern drauf los. Die Dienst-
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