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[Hefte 7-14] 11. Heft: Strassenbilder

Full text: [Hefte 7-14]

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Nettelvoigt. Lassen Sie mir los, oder!
Schumachergeselle. Ne, h�ren Se mal,
wirklich! Sie wissen doch, der Zinnjie�er Rindvieh,
Ihr Onkel, in de vierte Scheuenjasse Nummer Null,
hintenraus, der sich vor vierzehn Dage mit einer Mist-
jabel verlobt hat, det der nich mehr schlucken kann,
weil ihm der jro�e Zehen weh dhut? Det wissen
Se doch?
Der andere Bettelvoigt ist ebenfalls von irgend
einem Menschen aufgehalten worden, und zwar so
lange, bis der Bettler entflohen ist. Da� derglei-
chen sich gegen die Verordnungen der Obrigkeit auf-
lehnende Subjecte Strafe verdienen und sie erhal-
ten
�
wenn man ihrer habhaft wird
�
ist richtig,
indessen sollte wohl eigentlich kein Gesetz gegen ein
sch�nes menschliches Gef�hl, gegen das Mitleid wir-
ken, wenn es sich nur f�r Ungl�ckliche, nicht f�r Ver-
brecher beth�tigt, sondem dem Betteln lieber aus an-
dere Weise abgeholfen werden. �
Auflauf.
Wenn inBerlin zehn Menschen auf der Stra�e
zusammen stehen, so str�mt Alles neugierig zu ihnen,
was sich in der Nahe befindet, und der Haufe w�chst
von Minute zu Minute. Dies passirt zwar m al-
len St�dten, aber nicht so oft und in so gro�em
Maa�e.
        
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