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[Hefte 7-14] 11. Heft: Strassenbilder

Full text: [Hefte 7-14]

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Vas gefallene Pferd.
Ein Pferd f�llt auf die Stra�e, und will trotz
aller Bem�hungen des Kutschers nicht wieder auf-
stehen. Sogleich versammeln sich eine Menge B�r-
ger, Gesellen, Eckensteher und Stra�enjungen; meh-
rere von ihnen helfen dem fluchenden Kutscher, An-
dere ergehen sich in Scherzen.
Eckensteher Neumann, (h�lt die rechte Hand
�ber die Augen und betrachtet das Pferd.) H�ren Se
mal, lieber Fuhrmann, des Pferd is hinjefallen!
Kutscher, (immer mit dem Pferde besch�ftigt.)
Schade, det et Dir nich uf den Kopp jefallen is, da
h�tten wir Gr�tze.
Maurergeselle Pesenecker. Kutscherken,
dhun Se mir den Gefallen, un lassen Se dieses
Pferd liejen; dieses ist �ber die ersten Iujend-
thorheiten hinaus, un will sich ruhen. Ruhe ist die
erste Pferdepflicht, wir Menschen m�ssen wat dhun.
Dieser Andalusier wird crepiren.
Ein Stra�enjunge. Iott, wat hat det Pferd
vor sch�ne Knochens !Sagen Se mal, Fuhrmann,
warum haben Sie denn diesen arabischen Schimme
heute keen Fleesch anjezogen?
Posamentier Reehel. Sie schmeicheln sich
einer Irrung, lieber Junge der Stra�e. Dieses ist
keun arabischer Schimmel , sondern achtes Ky-
nher Vollblut, Mutter. Hecktor, Vater: Birch-
pfeiffer.
        
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