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[Hefte 7-14] 13. Heft: Komische Scenen und Gespräche

Full text: [Hefte 7-14]

4dichtbelaubte Passagen f�r die Reiter. Diesen zur Sette
laufen die gew�hnlichen Stra�en mit ihren Equipagen
und Fu�g�ngern, im buntesten Gewimmel, wenn ein-
mal ein Sonntag seinen Namen rechfertigt, und
warme, freundliche Strahlen �ber den gr�nen Thier-
garten, �ber das Monument auf dem Kreuzberge,
�ber die triumphirende Victoria wirft, �ber die ge-
r�umige Casemen, �ber das Opernhaus und die hohen
Kirchen, �ber das gewaltige, kr�ftig
-sch�ne Zeughaus
und die Ordens
-
Commission, �ber die Akademie und
das Censurbureau, �ber das imposante Museum und
�ber das Corps de Ballet, �ber das alte ehrw�rdige
Schlo� und �ber Eulner's brillanter Niederlage al-
ler Sorten doppelter und einfacher Branntweine.
Aber auch an solchen sch�nen Tagen bemerkt man
hier keine �ffentliche Lust. Alles huscht ohne Auf-
merksamkeit, ohne Coquetterie aneinander vor�ber,
nur wenige finden ihren Genu� im Sehen und
Tichsehen lassen, die meisten wollen erst sp�ter genie-
�en, und eilen hinaus nach dem Alpha und Omega
unserer Erholungs�rter, nach dem gr�nen, erquick-
lichen Thiergarten.
Am meisten der �ffentlichen Lust hinderlich ist
das fremde Gegen�berstehen beider Geschlechter in
Berlin, vom hohem N�rgerstande bis zur feinsten
Gesellschaft hinauf. In den Restaurationen sowohl
wie inKaffeeh�usern und Conbitoreien ist eine Dame
eine sehr seltene Erscheinung, und mu� sich gefallen
lassen von allen, bewaffneten und unbewaffneten Au-
        
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