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[Hefte 7-14] 11. Heft: Strassenbilder

Full text: [Hefte 7-14]

Stra�enbilder.
Berlin ist weniger belebt als andere gro�e Re-
sidenzst�dte; seine Lage fordert nicht viel zu Spazier-
g�ngen auf, das Wetter ist selten recht freundlich,
die gro�e Masse der Beamten sitzt im Bureau oder
zu Hause am Schreibtische, eben so die pedantischen
Gelehrten und die strebenden J�nger der Wissenschaft.
Der reichen Cavaliere, welche auf der Stra�e zu
Hause sind, haben wir wenige, und der gr��te Theil
der Kausieute und Handwerker mu� bis sp�t in den
Abend hinein arbeiten, seine k�mmerliche Existenz
zu fristen. Dazu kommt noch die angeborene H�us-
lichkeit der Berliner, das Verbot des Rauchens auf
der Stra�e und �berhaupt die gro�e polizeiliche
Sorgfalt, welche jede Regung eines Sinnes f�r �ffent-
liches Leben bewacht. Die Kaffeeh�user sind fast
s�mmtlich in der Belletage, und auch die vielbesuch-
ten Conditorl�den ohne alle Correspondenz mit der
Stra�e; eine eigentliche Promenade bieten nur die
Linden, welche von der Akademie bis zum Branden-
burger Thore drei Allem bilden: die breite Haupt-
allee f�r die Lustwandelnden und zu beiden Seiten
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