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[Hefte 7-14] 10. Heft: Moabit

Full text: [Hefte 7-14]

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Und leben wir auch einfach in der H�tte,
So ist doch unsres, unsere, unser Iottes janze Welt!
Drum bringt den stillen Ort auf dem wir bauen,
In dem wir froh und jl�cklich sind, ein Hoch;
Hoch, Moabit, mit seinen jr�nen Auen,
Mit allen seinen I�sten: Vivat hoch!
�Vivat hoch! Und abermals hoch! Und zum dritten
Male hoch!" Die Trompeten schmettern mit etwas
belegter Stimme ihren Tusch, das Ehepaar aus
der Zopfzeit umarmt und k��t sich, die sechs Kranz-
Jungfern werfen halbverwelkte Blumen unter die
lustige Versammlung, die Bauern und B�uerinnen
durchschneiden walzend die dichten Reihen, Viele der
Gesellen schlingen ihren Arm um die Geliebte, heben
die' Schnapsflasche hoch und schreien Juchhe, Andere
sielen sich vor Wonne im Grase, die Sonne aber
vergoldet den westlichen Himmel und w�nscht der
Welt einen fr�hlichen Abend. Da ziehen alle G�ste
des gr�nen Moabits in die lauten Tabagieen, wiegen
im Vorgef�hle sp�terer Seligkeit ihre Liebsten auf
den Melodieen der seufzenden Geigen und der m�rri-
schen B�sse, essen und trinken, plaudern, scherzen
in dreister Weise, pr�geln sich und lachen so lange,
bis die bleichen Strahlen des Mondes Nuhe gebieten
und zur Heimkehr in die Stadt rufen, in die dumpfe
Wechsel-Boutique menschlicher F�higkeiten, wo diesen
Fr�hlichen sechs Tage des Dienstes und schwerer
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