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[Hefte 1-6] 3. Heft: Berliner Holzhauer und Beschreibung des Stralower Fischzuges

Full text: [Hefte 1-6]

9ob ick nich von'n Wind leben k�nnte, denn usn
Wind sind noch in China nich so 'ne hohe Steuern,
det Millionen �ber Millionen in de Schatzkammer
kommen un det Volk verhungert, un kurz daruf
war ick hier in Untersuchung, weil ick mir bei einen
reichen B�cker zwee Dreijroschenbrodte jeborgt hatte,
ohne ihm wat davon zu sagen.
Referendarius. So?
Derber. Ja, un da Hab' ick blos Acht Wo-
chen jesessen, weiter nischt, und daweile hat meine
kranke Frau Aliens verkoofen m�ssen, wat noch an
Meubeln und Hleedungsst�cke unser war, un denn
is mir blos een eenzijet Kind jestorben, weiter jar
nischt (Er unterdr�ckt eine Thr�ne). Et war zwar
nein liebstes, die kleene Lowise, aber da ick noch
Drei habe, so schabte det nischt. Sehn S� mal,
Herr Refendarjus, ick willIhnen sagen: an uns
arme Leute is jar nlscht jelejen. Wenn so'n vor-
nehmer Schuft, der f�r seine Nebenmenschen ufzu-
treten hat, man blos en jn�dijes Wort erhaschen
kann, denn k�nnen meinswejen Dausend� von uns
unterjehen, det k�mmert so'nen Hund nich.
Referendarius. M��igen Sie sich und be-
antworten Sie nur meine Fragen.
Herber. Herr Refendarjus, ick bin ein sehr
ruhiger Mensch, wenn ick Arbeet habe, aber wenn
ick hier steh�, weil ick eenen Ierichtsdiener, der mir
et Letzte, �at ick und meine Familie noch hatte,
        
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