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[Hefte 1-6] 2. Heft: Hökerinnen

Full text: [Hefte 1-6]

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mes Weib, geh' sie doch auf die Stra�e, un schreie
sie hier nicht ihre Stinte aus!"
�
�I,"antwor-
tete die H�kerin, �seh er doch mal! Worum soll ick
denn nich schreien? Wenn meine Stinte son jro�et
Maul h�tten wie er, denn k�nnten se sich freilich
alleene ausrufen !"
Die sterbende.
Eine Budenbesitzende lag aus dem Todbette, und
schied sehr ungern von dieser Welt, wo sie so viele
Fr�chte an den Mann gebracht hatte. � Ihr Ehe-gespons stand etwas in Nebel geh�llt vor ihr, und
tr�stete sie mit den Worten: �Ir�me Dir nich da-
r�ber, det de sterben mu�t; der sindt sich Allens, un
et wird schon jehen! Seh' mal, eenmal missen wir
alle in unsern Leben sterben!" � �Schafskopp!"
lispelte die Kraftlose und richtete sich mit M�he ein
wenig empor, �det is et ja eben! I,wenn man
zehn oder zw�lf Mal sterben m��te, denn w�rd ick
mir aus det eenemal nischt machen!"
Der gute Nath.
Eine H�kerin, die wie alle sehr sparsam war,
ging in einen B�ckerladen und forderte sich ein Drei-
groschenbrodt. Es wurde ihr ein solches gereicht.
Erstaunt �ber die geringe Peripherie, wog sie es pr�-
fend in den H�nden; als sie sich aber auch hier in
ihren Erwartungen get�uscht sah, fragte sie: �Is
denn det wirklich en Drcijroschenbrodt?" � �Na,ja, wenn es Ihnen nicht recht ist, lassen Sie's lie-
gen!" sagte �rgerlich der B�cker.
        
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