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[Hefte 1-6] 2. Heft: Hökerinnen

Full text: [Hefte 1-6]

9niger Entfernung stehen bleibt und sein schuhmacher-
UcheS Gem�th daran erg�tzt. Au�er einer Purpur-
rithe, die sich �ber das Gesicht der Budenbesitzenden
ausgegossen hat, ist wenig Ver�nderung in ihrem
Aeu�ern zu finden, und ohne sich aus ihrer beque-
men Stellung heraus zu begeben, bombardirt sie den
Z�gling des Pfriems so unaufh�rlich mit seltenen
Benennungen, da� dieser, den Zorn des auf den
Branntwein harrenden Meisters f�rchtend, mitten in
der Lust die Stellung verlassen mu�, und � nach-
dem er der Beleidigten noch einmal sein: �Wat ko-
sten de Viertelmehe Ananasse, Meester H�kern?"
zugerufen hat, in einem Viktualienkeller verschwindet.
� Wer nun der Meinung ist, da� mit der Entfer-
nung des Beleidigers die Verbal-Ausbr�che der Zor-
nigen aufh�ren, der irrt sich sehr. Auch ohne ein
Object zu haben, tobt das vulkanische Gem�th des
aufgeregten Subjektes fort, schleudert noch immer
aus dem Krater seines Mundes zahllose Schimpf-
w�rter durch die Luft, und macht den Vor�berge-
henden staunen der sich ein solches Selbstgespr�ch der
Ratur nicht erkl�ren kann.
Und wer m�chte es nach dieser Beschreibung ih-
rer Charaktere nun wohl glauben, da� die H�kerin-
nen fromm sind, da� sie nach sechs Tagen der rast-
losen Th�tigkeit und des fortw�hrenden Aergers am
siebenten das Bed�rfni� f�hlen: in die Kirche zu
gehen. Es ist so. Kaum hat die sonnt�gliche Au-
        
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